3. Leitlinien

3.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Die Kinder der heutigen Generation wachsen in eine Welt der beständigen Veränderung mit allen damit verbundenen Unsicherheiten hinein. Neben der globaleren Veränderung der Weltordnung durch z.B. die EU und die Einführung des Euro ist auch die direkte Umgebung insbesondere der Arbeitsmarkt in den neuen Ländern ein Thema des ständigen Wandels für die Schüler und ihre Eltern.
Die Evangelische Mittelschule Burkhardtsdorf (EMB) sieht ihre Aufgabe deshalb darin, die SchülerInnen auf diese Welt möglichst breit gefächert vorzubereiten. Dies kann im Falle der Horizonterweiterung mithilfe entsprechend weit angelegten und fächerübergreifenden Projekten geschehen, die den Schüler auf das immer komplexer werdende Umfeld und den Umgang damit vorbereitet. Im Falle der pluralistischen und damit auch verbundenen Freiheiten im Denken und Handeln will unsere Schule eine Orientierung bieten und die Findung der eigenen Persönlichkeit und Meinungsbildung stärken. Dazu gehört neben der Vermittlung von persönlichen sozialen Kompetenzen auch die Kompetenz, das Lernen zu lernen, um in einer Welt des exponentiell zunehmenden Wissens die Fähigkeit des lebenslangen Lernens zu haben. Die EMB versteht darunter auch einen verantwortungsvollen und sinnvoll eingesetzten Umgang mit den Medien, insbesondere der Kommunikationstechnik. Die SchülerInnen sollen also Information über die Information, also eine Orientierungshilfe in der unüberschaubaren Vielfalt der Informationsmöglichkeiten bekommen.

3.2 Biblische Leitlinien

Die EMB möchte auf der Grundlage des christlichen Glaubens die SchülerInnen so erziehen und bilden, dass sie auf das Leben vorbereitet werden. Die SchülerInnen sollen mit den Inhalten des christlichen Glaubens als eine Sinnorientierung für ihr Leben vertraut gemacht werden, ohne eine Indoktrination zu versuchen. Werte- und Sinnfragen sollen deshalb nicht auf den Religionsunterricht beschränkt bleiben, sondern bewusst in allen Fächern gelebt und bei Bedarf thematisiert und erörtert werden.
Ein praktisch gelebter christlicher Glaube mit Andersdenkenden spielt insbesondere zur Erreichung gemeinsamer Lernziele eine bedeutende Rolle.
Die EMB möchte tolerant mit den Ansichten anderer umgehen und ihre Meinung achten und respektieren. Ein wichtiger Grundsatz soll deshalb in der EMB sein, die Schüler mit der Vielfalt der christlichen Glaubenspraxis bekannt zu machen und dabei auch die Kirchen vor Ort mit einzubeziehen.

3.3 Rechtliche Leitlinien

Die EMB soll als Ersatzschule eine pädagogische Bereicherung in der Schullandschaft des Kreisgebietes sein und den Bedarf an differenzierteren Schulangeboten decken.
Die Erfüllung der Erziehungs- und Bildungsziele, der Lehrpläne sowie der Ausbildungsziele der Mittelschulen des Freistaates Sachsen wird deshalb gewährleistet.
Der Unterricht erfolgt anhand der vom Kultusministerium vorgeschriebenen Wochenstundenzahl an staatlichen Schulen und soll einen Übergang an entsprechende staatliche Schulen im üblichen Rahmen ermöglichen.
Es werden der Hauptschul-, sowie der Realschulbildungsgang angeboten und die Abschlüsse Hauptschul-, qualifizierter Hauptschul- und Realschulabschluss angestrebt.
Zur Aufnahme der SchülerInnen ist lediglich eine den staatlichen Schulen entsprechende Empfehlung für eine weiterführende Schule notwendig, es erfolgt ansonsten keine Sonderung nach Besitzstand oder anderen Kriterien.

3.4 Pädagogische Leitlinien

Der Unterricht an der EMB soll eine Grundbildung sichern, die eine ganzheitliche Persönlichkeitsbildung mit einem soliden Fachwissen verbindet. Dies geschieht in der Verzahnung von Wissensvermittlung, Persönlichkeitsbildung und Werteerziehung durch die Ausbildung der 4 Kompetenzbereiche Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz. Weitere Details werden unter den Punkten 4.1 – 4.4 ausgeführt.
Der Unterricht des EMB möchte diesem Anspruch gerecht werden, indem

  • die individuelle Leistungsfähigkeit des Kindes ernst genommen und gefördert wird.
  • wissenschaftliche Fakten als Fachwissen vermittelt werden, damit die SchülerInnen zwischen Hypothesen und gesicherten Aussagen unterscheiden lernen.
  • mit der Muttersprache ein sicherer Umgang und in den Fremdsprache(n) entsprechende Kenntnisse angestrebt werden sollen.
  • die SchülerInnen durch entsprechende Unterrichtsgestaltung und Angebote für die schulischen Aufgaben motiviert werden und so die Leistungsfähigkeit der SchülerInnen entwickelt wird.
  • die SchülerInnen zu Selbständigkeit, zum systematischen Lernen und zur partnerschaftlichen Arbeit angeleitet werden.
  • sowohl die körperliche Entwicklung, als auch die Kreativität der SchülerInnen gefördert wird.
  • den SchülerInnen das christliche Welt- und Glaubensverständnis auf der biblischen Grundlage erschlossen wird.
  • ein ganzheitliches Lernen durch die Einheit von Glauben, Denken und Tun geschaffen wird.
  • die soziale Komponente nicht auf die SchülerInnen beschränkt bleibt, sondern insbesondere die Beziehung zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, als auch den LehrerInnen und Eltern gestärkt werden soll.
  • er die SchülerInnen zu einem toleranten Verhalten und Achtung vor der Person und Meinung des anderen erzieht.