4. Schulorganisation

4.4 Bildungsangebote

Da es sich bei der EMB um eine Bekenntnisschule handelt, soll das gesamte schulische Leben dem Anliegen einer Erziehung und Bildung im christlichen Bekenntnis gerecht werden. Es soll lebensnah, praktisch und interessant gestalte werden.
Neben regelmäßigen Andachten und der Gestaltung von Gottesdiensten, wird die Verbindung zu den ansässigen Kirchengemeinden gesucht. Im evangelischen Religionsunterricht, den alle SchülerInnen besuchen, sollen die theoretischen Grundlagen des christlichen Glaubens vermittelt werden und neben den dort verpflichtenden Lehrplaneinheiten auch ethische Lernbereiche eingeschlossen werden.
Um dem Anspruch nach Förderung des sozialen Denkens und Handelns gerecht zu werden, wird ab Klasse 7 innerhalb der von den SchülerInnen frei zu wählenden Neigungskurse das „Sozial- und gesellschaftliche Handeln“ beispielsweise durch einen Kurs im sozial-diakonischen Lernbereich abgedeckt werden können.
Damit die SchülerInnen interessenbezogen auch außerhalb der Unterrichtszeit mit Inhalten des Lebens in Verbindung kommen, werden nachmittags durch die Lehrer, aber auch durch die am Ort ansässigen Vereine und Betriebe Arbeitsgemeinschaften angeboten. Durch einen beaufsichtigten Aufenthaltsraum wird außerdem gewährleistet, dass ein Ganztagesangebot möglich wird. Die Arbeitsgemeinschaften können von den SchülerInnen frei gewählt werden, sind dann aber – um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten – für ein Schulhalbjahr verpflichtend zu besuchen. Insbesondere das Angebot der ansässigen Betriebe, wie z. B. das Handwerk, ermöglicht neben dem Kennenlernen verschiedener Kulturtechniken das Erproben des eigenen Könnens und Entwickeln eventueller Berufswünsche. Das sportliche Angebot wird durch die neu errichtete Mehrzweckhalle einen hervorragend ausgestatteten Rahmen bekommen und genügend Anreize schaffen, sich nicht nur im Schulsport körperlich zu betätigen.
Schule soll bilden und (gleichzeitig) für das Leben vorbereiten – diesem Anspruch möchte die EMB gerecht werden und für die SchülerInnen auch außerhalb des regulären Unterrichts Lebensraum sein. Dazu wird die öffentliche Bibliothek in Räumen unmittelbar an der Schule untergebracht, sodass durch die verweilfreundlich gestalteten Plätze der Anreiz zum „Schmökern“ gegeben wird.

4.5 Lehrerschaft

Die an der EMB unterrichtenden Pädagogen sind staatlich anerkannte und ausgebildete LehrerInnen, die eine Qualifikation für diese Schulstufe besitzen. Außerdem sollen sie einem christlichen Bekenntnis angehören bzw. die von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) aufgestellten Regeln und Grundsätze anerkennen.
Die LehrerInnen an der EMB unterrichten auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne der staatlichen Mittelschulen Sachsens. Darüber hinaus sollen sie die Bedingungen des Lernens und Lebens an der Schule so gestalten, dass die EMB als eine Schule auf christlicher Basis Profil bekommt.
So sollen die LehrerInnen im geistlichen Miteinander eine Lernatmosphäre schaffen, in der die SchülerInnen sich wohl fühlen und gerne lernen. Indem der Lehrer Vertrauensperson ist, die dem Schüler neben Sicherheit auch Hoffnung und Perspektiven vermittelt, kann er dem Heranwachsenden Vorbild sein. Deshalb wird auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der LehrerInnen mit den Schülern und Eltern großen Wert gelegt.
Damit die LehrerInnen dem Erziehungsauftrag gerecht werden können, sind eine ständige Weiterbildung anhand der Angebote verschiedener Veranstalter auch zur Weiterentwicklung der pädagogischen Fähigkeiten unumgänglich.

4.6 Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Punkt in der Umsetzung des Erziehung- und Bildungsauftrages der Schule. So ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen dem Elternhaus und der Schule die Grundlage für eine gute Bildung. Da sich private Verhaltensweisen im Schulalltag widerspiegeln und auch umgekehrt sind gemeinsame Handlungsansätze wichtig, um die Lebenswelt der SchülerInnen zu gestalten. Regelmäßig stattfindende Elternsprechstunden, aber auch thematische Elternabende sollen dazu beitragen. Damit soll den Eltern die Möglichkeit eröffnet werden, als Partner im Bildungsprozess präsent zu sein.
Die Eltern sollen in der EMB aktiv in die Gestaltung des Schullebens einbezogen werden. Dazu gehören neben der Einladung zu den Gottesdiensten auch der ausdrückliche Wunsch um Beteiligung an der Vorbereitung und auch Durchführung der schulischen Höhepunkte, wie z.B. dem Schulfest. In der Ausgestaltung von Arbeitsgemeinschaften oder auch der Mitwirkung an der inneren Schulbereichsgestaltung haben die Eltern Anteil am Lebensraum Schule.
Eine Schulkonferenz unter der Beteiligung von Elternvertretung, Schülervertretung und Lehrern plant gemeinsam das Schuljahr und bietet dadurch die Beteiligung durch aktive Mitwirkung.

4.7 Öffnung der Schule – Öffentlichkeitsarbeit

Die EMB möchte aktiver Teil der Gemeinde Burkhardtsdorf und der Kirchgemeinden sein, darüber hinaus aber auch in das öffentliche Leben der Umgebung wirken. Sie soll ein wesentlicher kultureller und sozialer Bestandteil dieser Region sein. Die Eltern, die Kirchgemeinden, die Kommune und die lokalen Unternehmen geben der Schule die dazu notwendige Stabilität. So können das Handwerk und der ansässige Mittelstand im wirtschaftlich-technischen Bereich durch Unterrichtsbeteiligung, aber auch durch die Angebote im Nachmittagsbereich entscheidende Impulse geben.
Damit die Öffentlichkeit über die Entwicklung der EMB unterrichtet ist, wird jährlich ein Tag der offenen Tür veranstaltet, in dem die Schule ihre Ziele und Inhalte sowie schulische und außerschulische Aktivitäten präsentiert. Eine Schülerzeitung, die im Rahmen der Nachmittagsangebote entstehen soll, informiert ebenfalls über das Schulleben. So ist es möglich, einerseits die Schule im Umfeld bekannt zu machen, andererseits kann damit das Interesse der Eltern zukünftiger SchülerInnen geweckt werden.
Ein weiteres Ziel soll es sein, durch Schulpartnerschaften im Inland, aber insbesondere auch im angrenzenden Ausland, den SchülerInnen eine Möglichkeit zu geben, über die Grenzen der Region hinaus zu denken und zu handeln.

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