5. Ausblick

5.1 Demografische Entwicklung in Burkhardtsdorf und Umgebung

Der Aufbau der Evangelischen Mittelschule Burkhardtsdorf ist entlang den momentan einrechenbaren Geburtenzahlen wie folgt geplant:

•Start mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 mit einer 5. und einer 6. Klasse.
•Aufbau in den folgenden Schuljahren mit jeweils einer neuen 5. Klasse; die anderen Klassen werden weitergeführt, so dass 2007/2008 alle Klassen bis zur 9. einzügig belegt sind.
•Da ab 2008/2009 spätestens die staatliche Anerkennung erwartet wird, ist dann die Aufbauphase abgeschlossen und es soll zweizügig gefahren werden. Dies bedeutet zum Schuljahr 2008/2009 zwei 5. Klassen aufzunehmen und bis zum Schuljahr 2013/2014 durchgängig in jeder Jahrgangsstufe zwei Klassen zu haben.

Die EMB versteht sich vor allem als Angebot für Familien, die ihren Kindern die christliche Wertvorstellung als Lebensangebot bieten möchten, die unsere Gesellschaft in ihren Wurzeln mit geprägt hat. So kann bei der Bewertung des Bedarfes nicht allein das Aufkommen von Schülern im Burkhardtsdorfer Gemeindegebiet einberechnet werden. Außerdem sieht sich die Schule eingebunden in ein Netzwerk evang. Bildungseinrichtungen, für das insbesondere in der Erzgebirgsregion eine erhöhte Nachfrage besteht.
Durch die Erfahrungen ähnlicher Schulprojekte wird mit einer leichten Überkompensation der ausrichtungsbedingten Fernorientierung sowie der Gymnasiunsquote durch die Zugänge aus dem Umland gerechnet. Die im folgenden aufgeführten Abgänge aus den Grundschulbereich können damit lediglich als Orientierung an der allgemeinen Geburtenentwicklung dienen:

Stufe:5678910Anzahl KlassenAbgänge Grundschulen Gemeindegebiet
2004/200511241
2005/2006111344
2006/20071111435
2007/200811111543
2008/2009211111762
2009/2010221111843
2010/2011222111954
2011/20122222111056
2012/20132222211150
2013/20142222221253

5.2 Finanzielle Absicherung und Gebäudenutzung

Die Deckung des Betriebsaufwandes der Schule ist einerseits durch Elternbeiträge (Schulgeld) im gesetzlichen Rahmen sowie durch Spenden und anderweitige Zuschüsse vorgesehen. Die Gemeinde Burkhardtsdorf sichert für mindestens die Startphase während der Wartefrist eine Deckung für nicht anders zu deckende, zwingende Aufgaben zu.
Nach der Anerkennung als Ersatzschule bleiben die Elternbeiträge erhalten und werden die gesetzlich geregelten staatlichen Zuschüsse neben den Spendengeldern zur Deckung der Aufwände verwendet.
Für den Schulbetrieb steht das denkmalgeschützte Gebäude der Lessingschule zur Verfügung. Dieses wird bis zum ende des Schuljahres 2003/2004 als Mittelschule der Gemeinde Burkhardtsdorf betrieben und wird anschließend der Evangelischen Schule Burkhardtsdorf überlassen.
Da mit dem Start der EMB kein Bestandsschutz für die baulichen Gegebenheiten mehr in Anspruch genommen werden kann, werden für das Schuljahr 2004/2005 nur das Sockelgeschoss und das Erdgeschoss, beide mit ebenerdigen Fluchtwegen, zur Verfügung stehen.
Während der Sommerpause 2004 erfolgen durch den Gebäudeeigentümer der Anbau eines weiteren Treppenhauses sowie die bauliche Hülle für drei weitere Fachkabinette, die bis dahin nur im benachbarten Gebäude (Kurt Richter Mittelschule) zur Verfügung stehen. Der Innenausbau erfolgt dann schrittweise in den darauffolgenden Jahren.
Spätestens 2010 erfolgt der Ausbau des derzeitigen Dachgeschosses zu Unterrichtsräumen (Konzept siehe Anlage), so dass eine durchgängige Belegung mit 2 Zügen gewährleistet werden kann.

5.3 Ausstattung und besondere Angebote

Da das Mittelschulgebäude derzeit voll genutzt wird, kann es zum Schuljahresbeginn der EMB komplett mit aktuellen Lehr- und Lernmitteln zu Verfügung stehen. Für den Sportunterricht sowie anderweitige Angebote, die einen entsprechenden Rahmen bedürfen, steht die 2003 fertiggestellte Sport- und Mehrzweckhalle als 2-Feldhalle im 5-Minuten-Fußbereich zur Verfügung.
Bereits das Konzept der staatlichen Mittelschule sah ab dem Jahr 2003/2004 flexible Nachmittagsangebote vor. Die Schule hat zu diesem Zweck im Sockel einen Aufenthaltsraum eingerichtet, der insbesondere dem Aufenthalt während der Überbrückungszeiten zu den schulischen und außerschulischen Freizeitangeboten dient. In diesen Bereich soll bereits 2004 die Leihbibliothek der Gemeinde integriert werden. Hierfür sieht die Gemeinde den Anbau eines Lesesaals vor, der den Aufenthaltsraum sinnvoll erweitert.
Dieses Angebot wird auch nach dem Trägerwechsel der Schule durch die Gemeinde aufrechterhalten, wodurch sich die EMU selbst auf die inhaltlichen Angebote konzentrieren kann.